Und jeder Gedanke an dich, reiszt mich zu Boden!

Am Anfang hab ich es kaum ausgehalten. Alles, wirklich alles, hat mich an Lisa erinnert. Ich musste nur meine Sauce mit Bohnenkraut würzen und schon war ich in Gedanken mit ihr (damals war sie für mich ein Mädchen) im Supermarkt und liesz mir erklären, wie ich Bohnenkraut nutzen kann. In der Nähe des Hauptbahnhofs sah ich uns plötzlich in der Sonne lachend über kleine Mäuerchen balancieren. Nirgendwo konnte ich mich vor Lisa schützen. Nirgendwo vor den Tränen.

Ich habe mir Hilfe geholt. Ich stehe es nicht weiter allein durch. So habe ich es geschafft mich zumindest von offensichtlichen „Vorrantreibern“ der schmerzlichen Erinnerungen zu trennen oder sie zu verstecken. Ich halte aus.

Aber immer und immer wieder tauchen da Kleinigkeiten auf, die mich zum Einbrechen bringen. Da ein kleiner Myspace-Statuskommentar bei einer Freundin, da ein Zettelchen im Collegeblock auf dem steht: „Hallo kleine Maus! – hab‘ Ich dir heut morgen eigentlich schon klar gemacht, dass ich in dich verknallert bin?! <3 ^^ schreib mich an! – große Maus“, …

Und jedes Mal liege ich da. Müde. Zerstört. Hilflos.
Verdammt, ich will kein Opfer mehr sein!