Archiv für Januar 2012

Working on Wonderland

Mir ist schwindelig. Nackenschmerzen. Kopfschmerzen. Tinitus. Schwindel. Übelkeit. Seit Tagen. Ich bekomme Angst. Ist das das Ende? Ja, das klingt nach Selbstmitleid, übertriebener Panik (dafür schäme ich mich vor mir selbst). Und ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich Angst habe zu sterben, weil ich gegessen habe oder weil ich gehungert habe. Hab ich nur einfach Angst mich zu verlieren? Angst vor dem Kontrollverlust? Ich weisz nicht einmal mehr ob ich magersüchtig bin oder ob ich es mir einbilde. Ich weisz es nicht. Nichts weisz ich.

Ich begebe mich wieder in diese Beziehungen zu Menschen, die mir (vermeintliches?) Selbstbewusstsein verschaffen. Diese Beziehungen bei denen ich nicht weisz, ob sie mich von meinem Weg ablenken, ob sie mir eine Stütze oder ein schöner Moment am Rande meines Wegs sind. Sind es jene Beziehungen, die ich eingehe, weil ich (?) krankhaft nach Nähe schreie, nach getragen werden, danach Verantwortung abzugeben? „Paula, hör auf zu denken und geniesze“, sagt eine Stimme. Eine andere sagt: „Paula, pass auf dich auf! Pass auf dein Leben auf!“. Vermutlich muss tatsächlich ich entscheiden welcher Stimme ich vertraue. Aber Entscheidungen treffen.. das würde ja Verantwortung bedeuten. Hatte ich davor nicht diese Angst?

Gedanken drehen sich im Kreis.

Beginnen wir noch einmal. Gegenmodell: Hallo, ich bin Paula und ich übernehme Verantwortung für mich und mein Handeln. Wenn mir am Montag noch schwindelig ist, werde ich zum Arzt gehen. Weil ich leben will, werde ich essen. Weil ich um mich sorge, werde ich immer wieder in mich hineinhorchen und mich fragen wer mir gut tut und wer mich von mir selbst ablenkt (wer mich von mir selbst ablenkt, ist nicht gut für mich). Ich bin stark, wenn ich Verantwortung übernehme. Ich will eine starke Frau sein.