Bilder mit Kater 2

Gehen lassen. Ich muss dich gehen lassen. Mich nicht in der Hoffnung verirren.
Aber warum muss ich das, wenn du mich liebst? Du sagst, du bist müde. Aber zu müde für das, was du liebst? Alles andere änderst du nicht? Kannst du es nicht ändern ob der gesellschaftlichen Erwartungen? Aber warum können wir dann nicht gemeinsam schauen, was dir in deiner Müdigkeit helfen kann? Ich verstehe das nicht!
Warum gibst du in manche Dinge so viel, bleibst lange wach, fährst weg, blablabla? Das raubt doch auch Kraft? Oder ist das einfach auch wichtig? Warum kann ich dir nicht zB mit dieser einen unbezahlten Sache helfen, weil ich auch mitverantwortlich bin? Warum musst du so viel arbeiten, wenn ich das tun kann?
Warum triffst du nicht bewusste Entscheidungen und setzt Prioritäten? Hast du Prioritäten gesetzt mit unserer Trennung? Aber warum hat das was du liebst dann keine Priorität mehr?
Auch wenn alles andere wichtiger ist und ich sagen könnte, dass mir das gar nicht gut tut: Ich will die Hoffnung nicht aufgeben. Ich will mit dir sein. Selbst wenn du morgen wieder sagst, dass du nicht kannst. Lieber die Unsicherheit riskieren als die Wärme und Liebe ganz verlieren.
Liebe? Was soll heißen, dass du mich liebst? Was soll heißen, dass du mich liebst, wenn wir nicht gemeinsame Zeit verbringen können, wenn dir das keine Kraft gibt, wenn du nicht darein investieren kannst/willst? Wenn du nie eingelenkt und gesprochen hast, statt es schlagartig zu beenden?
Was bedeutet es also für dich jemanden zu lieben?
Du machst es dir leicht, obwohl es sicher nicht leicht ist. Das darfst du. Das machen wir alle immer mal. Du flüchtest aus der Situation. Du wirfst mich weg. Aber nochmal: Was bedeutet dann, dass du mich liebst?
Du sagst, du hast dich von mir entfernt. Das passiert nunmal manchmal in längeren Beziehungen. Aber wenn du dich so weit entfernt hast, dass da keine Beziehung mehr sein kann, wo ist dann diese Liebe?
Ist liebe nah?
Können wir wieder nah sein?
Ich muss dich gehen lassen.


1 Antwort auf „Bilder mit Kater 2“


  1. 1 Bilder... 23. Dezember 2012 um 18:02 Uhr

    Du sagst, ich machte es mir leicht. Das tat ich nicht… Es war sehr schwierig, und das ist es nach wie vor. Es ist schwierig, Gewohnheiten zu ändern, das zu Teilen, was vorher eins war, was gut war.
    Du hast mir gezeigt, dass du unsere gemeinsame Zeit genießt, hast mir gezeigt, dass ich dir gut tue und hast mir gezeigt, wie wichtig ich dir bin. Und es war eine gute Zeit für mich. Ich war gerne für dich da, habe mich gerne für dich aufgegeben. Vielleicht zu gerne, ohne dass ich es gemerkt habe? Dir alles recht machen, die Zeit mit mir so angenehm wie möglich machen, das war es, was mich antrieb. Doch niemand ist je zufrieden. Ist ein Bedürfnis gestillt, wartet das nächste, bei dir so wie bei mir…
    Ich will es allen recht machen, eine eher problematische Charaktereigenschaft, wie sich herausgestellt hat… Und auch jetzt muss ich dem Impuls widersprechen, zu sagen, lass es uns versuchen, lass uns nah sein. Ich wünschte, ich würde darin eine Chance sehen… Aber das tue ich nicht. Ich sehe jetzt nur noch das Einengende, das Überfordernde. Und ich sehe mich meine Fehler zu wiederholen. Warum habe ich nichts gesagt? Mir zu wenig Raum genommen? Oder den falschen?

    Bin ich noch Kater? Wahrscheinlich immer weniger… Liebe? Ein Gefühl. Die Wärme, die Nähe, die Distanz, ein Feuerwerk, ein verschneiter Wald, das Meer, die Berge… Das alles war bei dir.
    Und jetzt? Ich kann’s nicht sagen.

    Lass uns losgehen…

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